Allergologie – Universitäts-Hautklinik Tübingen
Universitäts-Hautklinik Tübingen
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Allergologie und angeborene Immunität

Leitung PD Dr. med. Amir Yazdi

Dr. phil. nat. Jürgen Brück, Postdoktorand
Dr. rer. nat. Marc Burian, Postdoktorand
Katharina Meier, Ärztin
Stefanie Müller, M. Sc. Biomedical Engineering, Doktorandin der Biologie
Alexandra Schlögl, cand. med. Doktorandin der Medizin
Nikola Smatlik, M. Sc. Biologie, Doktorand der Biologie
Ramona Stach,  M. Sc. Biologie, Doktorandin der Biologie
Dr. med. Katharina Welsch, Ärztin

Das angeborene Immunsystem dient der frühzeitigen Erkennung von Gefahrsignalen, zum Beispiel bei mikrobiellen Gefahren, aber auch bei sterilen Noxen. Eine wichtige Zyotokinfamilie der angeborenen Immunität ist die Interleukin-1 Familie. Pro-entzündliche IL-1 Zytokine werden indirekt durch Inflammasomen aktiviert. Dies sind entscheidende Multiproteinkomplexe zur intrazellulären Erkennung von mikrobieller oder steriler Gefahr, die über Caspase-1 Aktivierung die Sekretion von Interleukin-1 steuern. Während die Bedeutung des Inflammasoms bei genetischen Fiebersyndromen bereits seit einigen Jahren bekannt ist, zeigen neuere Studien die Bedetung von Inflammasomen in der Pathogenese häufigerer Erkrankungen, wie zum Beispiel Gicht, Arteriosklerose oder Diabetes mellitus auf.

Unsere Arbeitsgruppe untersucht daher Signalwege der angeborenen Immunität bei entzündlichen Hauterkrankungen, aber auch bei Hauttumoren, um diese Signalwege therapeutisch auszunutzen.

Forschungsförderung
DFG Sonderforschungsbereich SFB685
DFG Transregio-SFB TRR156
DFG-Forschergruppe FOR2497


Allergie und Zecken 
PD Dr. med. Amir Yazdi
Dr. med. Jörg Fischer
Dr. med. Lukas Kofler
Dr. med. Patricia Seidel

Allergie_ZeckenAktuelle Forschungsergebnisse aus dem Südosten der USA deuten darauf hin, dass neuartige Gesundheitsrisiken von Zecken ausgehen können. Demnach kann der Kontakt mit der Zuckerkette Galaktose-alpha-1,3-Galaktose (alpha-GAL) im Zeckenspeichel Überempfindlichkeits-reaktionen und Allergien auslösen. Im schlimmsten Fall kann eine solche Allergie als Langzeitfolge über Kreuzreaktionen zu einer Unverträglichkeit von Fleisch, Gelatine, Milchprodukten und verschiedenen Arzneimitteln führen. In Baden-Württemberg sind zahlreiche Fälle dieser neuen Allergie bereits nachgewiesen worden. Bezüglich der Verbreitung scheint sich eine Häufung im Einzugsbereich des Naturparks Schönbuch abzuzeichnen.

Unsere Arbeitsgruppe untersucht in Kooperation mit dem Landesgesundheitsamt Baden-Württemberg im Rahmen epidemiologischer Studien inwieweit Stiche unserer heimischen Zeckenarten eine Überempfindlichkeit gegenüber der Zuckerkette alpha-GAL auslösen und so zur Entstehung einer Allergie auf Säugetierfleisch beitragen können.

 Forschungsförderung
Thermo Fisher Scientific/ Phadia GmbH, Freiburg

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